Freitag, 16. November 2012

Sommer am laufenden Strand. (:



Überleibsel von Tag 8: Port Mcquarie – Hat Head National Park

Da Port Mcquarie abgesehen von gelangweilten Koalas, freiem Internet und dem ein oder anderen Schnickschnack-Laden nicht viel für uns zu bieten hatte, kurvten wir prompt im gänzlich vorgeheizten Auto noch ein Stückchen nördlicher.
Diesmal allerdings mit ein wenig mehr Plan, wir wussten immerhin wohin wir wollten, einen regenwaldartigen Nationalpark direkt an der Küste, der noch dazu den denkbar blöden Namen Hat Head trägt, fanden wir irgendwie anziehend. (:
Dass wir wohl auch nicht enttäuscht werden sollten,  wurde uns eigentlich schon auf dem Weg dorthin klar, der unseren fahrenden Freund erstmals im Sand testen sollte.


Da fingen sowohl Seele, als auch Duftbäumchen an zu baumeln.
Wer allerdings im Besitz eines Allradwagens ist, sollte vielleicht nicht unbedingt versuchen, mal nur mit Heckantrieb voranzukommen, wenn er nicht gerade Lust auf ein ungeplantes Workout hat. (:
Nach dem ein oder anderen Nachschlag im Handbuch und geballter animalischer Kräfte, konnten wir allerdings unsere absolut geniale Tour über den Strand fortsetzen.


Nun also um eine Fuhre Sand und Salzwasser reicher, am geplanten Zeltort angekommen und flink aufgebauter Campingstelle im Rücken, hatten wir erst mal richtig die Gelegenheit, den verwunderlicherweise wieder fast menschenleeren Zeltplatz zu erkunden.
Und auch wenn Strand und Düne schon langsam an Helligkeit und Farbe verloren hatten, war uns irgendwie klar, dass wir hier nicht morgen schon wieder abreisen können.


Tag 9: Komplett am wunderbaren Hat Head

Drum dachten wir uns, wer viel reist, der braucht auch ab und an mal ‚ne Pause, ein bisschen Ausruhen und Erholen sollte drin sein.
Also wurde sich von „früh“ (diesmal auf der Zeitskala um ein paar Stündchen nach hinten verschoben) bis „spät“ (also bis Haut, Kopf und Glieder der niemals enden wollenden Sonne nachgeben mussten) an den Strand gebrezelt.
Ich hab noch nie derart große Wellen erlebt, wir waren einfach so oft im Wasser, dass man schon gar nicht mehr wusste, ob man sich mal wieder von der knallenden Sonne abkühlen musste oder sich von den Überwellen auf dem Bodyboard gen Sand tragen lassen wollte.


Ansonsten wurde einfach härter gelümmelt, als das Wort im Duden definiert ist. Wenn es dort überhaupt aufgeführt ist. (:
So wurden Hin- und Hergekicke am Strand,


Nervenaufreibende Boccia-Spiele,


und konsequentes Nichts-Tun-als-Rumsitzen zu unseren Hauptaktivitäten erklärt. (:


Das Kochen sollte man hierbei allerdings auch nicht vergessen, wer nach den privaten Einblicken in unseren Einkaufswagen denkt, das wir uns nun mittlerweile knappe zwei Wochen von Reis und Nudeln mit Soße ernährt haben, hat glücklicherweise falsche Vorstellungen.
Wir haben erstmal in größter Vorsicht Fertig- und Dosenzeug für einen halben Roadtrip eingekauft, bis uns aufgefallen ist, dass man auch außerhalb Sydneys durchaus die Möglichkeit hat, das ein oder andere halbwegs frische Lebensmittel einzukaufen. (:
So gibt es eigentlich jeden Tag noch ein gutes Kilo Hackfleisch zu den Nudeln, Hähnchen zum Reis, Pfannkuchen zum Frühstück oder Gemüse zur Soße.
Da hüpfen auch Magen und Immunsystem vor Freude im Quadrat.


Das Essen schmeckt schließlich nicht nur uns, sondern auch unserer Wühlmaus Harry, die uns freundlicherweise besuchen kam und uns beim Säubern der ungewaschenen Töpfe und Abspülen der geöffneten Saucen behilflich war. Nur irgendwie war nächtliches Gepolter und verwüsteter Tisch nicht wirklich sympathiefördernd zwischen dem kleinen Nager und uns. (:

Tag 10: Wer kann sich’s denken? Genau, im Hat Head National Park.

„Wo’s dir gefällt, da bleibe lang.“
Mir fällt zwar kein blödes Zitat ein, dass in irgendeiner Art und Weise diesem ähnlich ist, aber wenn es ein solches noch nicht geben sollte, dann hoffe ich, dass wenigstens dieses zu internationalem Ruhm führt.
Schließlich beschreibt es wunderbar den Punkt, der uns auch noch den kompletten nächsten Tag an diesem Fleckchen Paradies hielt. Irgendwie konnten wir uns nicht trennen, dafür war die Liebe noch zu frisch.
Ein kilometerlanger, weicher Sandstrand, hellblaues, rauschendes Wasser und ganz allein unsere Fußspuren, die man im Sand sehen kann, wenn sie sich auch an diesem Tag eher in Grenzen hielten, es war wieder brütend heiß.
Warum zur Hölle befindet sich kein einziger Mensch an diesem Strand?!


In Deutschland wäre das wohl Touristen- und Partyumschlagpunkt schlechthin. Und das auch völlig zurecht.
Aber im menschenleeren Australien befindet sich logischerweise auch kein Mensch dort.
Und wenn einem das viele Meer irgendwann auf die Nerven gehen sollte, war der Badespaß auch in der strandnahen Lagune garantiert. (:


Körperliche Trägheit und Lust auf eine andere Schlafumgebung als das entweder lila-blaue oder blau-orangene Zelt, ließ uns die folgende Nacht spontan am Strand verbringen.
Auf sich perfekt anpassendem Untergrund, rauschenden Wellen im Ohr und dem Sonnenaufgang als perfekt pünktlichem Wecker, schliefen wir alle auch irgendwie noch besser als ohnehin schon.


Tag 11: Hat Head National Park – Dorrigo

Da wir ja aber nicht nur zum Vergnügen hier sind, sondern auch diverse Verpflichtungen haben, mussten wir ja langsam mal wieder reisen.
Unser Reiseführer war wieder mit dem ein oder anderen Highlight für den kommenden Abschnitt gespickt, von Wasserfällen, tropischen Naturschutzgebieten und sagenhafter Tier- und Pflanzenwelt war die Rede, was den Abschied von unserem persönlichen Traumstrand bisher nicht wirklich leicht, aber immerhin erträglicher machte.
Der erste kam auch prompt nach kurzer Fahrzeit, konnte allerdings unsere noch am Strand hängenden Herzen nicht ganz so gewinnen.


Also wieder ab auf die verlassene Landstraße, durch noch verlassenere Gebiete tuckern, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, tuckern.
Wenn man an den Regenwald denkt, mag man all die tropischen Viecher und dichte Flora und Fauna denken, aber irgendwie lässt man den klimatischen Aspekt ja mal völlig außen vor.
Vielleicht sollte man diese riesigen Gebiete einfach Nebelwald, sehr regnerischer Wald oder meinetwegen auch Schlecht-Wetter-Wald nennen, dann wäre auch uns das vielleicht klar geworden.


Also Im-Auto-Schlafen Klappe die zweite.
Diesmal auf vertauschten Positionen und jemand Anderes mit Lenkrad als Beinblockade.
Aber Zelt aufstellen und nass werden lassen ist bei dem Wetter auch nicht so spaßig. Am Tag darauf haben wir uns erst mal noch zwei weitere Planen gekauft, damit das wohl hoffentlich die letzte Nacht mit übertrieben beschlagenen Scheiben und Beinstarre war.

Tag 12: Dorrigo – Rappville

Man merkt richtig, wie man langsam gen Norden kommt.
Nachdem der Nebel nach stundenlanger Daueranwesenheit endlich mal in sein Loch zurückgekrochen, die Fahrbahn wieder halbwegs sichtbar und die Müdigkeit wenigstens teilweise zurückgegangen war, wollten wir endlich unsere versprochenen Wasserfälle sehen.
Also auf in den Dorrigo National Park und erst mal den kostenlosen BBQ, der hier in nahezu jedem Park steht, für Eier und Speck und das liebevoll gesammelte Regenwasser zur aller oberflächlichsten Grundhygiene nutzen.


Also mit vollkommen frischer Grundeinstellungen in den Regenwaldrundgang, wo wir mal wieder über die Umbenennung nachdachten. Dennoch haben wir den Blick über den spektakulären Mt. Dome genossen, phänomenal. (:


Je tiefer man jedoch in den Regenwald kam, umso schöner wurde es, die Landschaft um einen herum hat uns zwischen Tarzan- und Mogli-Feeling schwanken lassen, da war der Nebel fast schon passend. Alles voll mit gänzlich unbekannten Pflanzen und Tieren.


Nach und nach zeigten sich dann auch die in den Himmel gelobten Wasserfälle, welche auch echt schön waren, wenn auch etwas schwach – die Regenzeit beginnt jetzt erst im November.
Obwohl ich mit Blick auf Plastikplane spannen und im Regen Campen auch gut auf volle Wasserfälle verzichten könnte. (:
Es wird langsam auch immer wärmer, heute hier, mittlerweile einige hundert Kilometer nördlich von Sydney schon jenseits der 30 Grad im Schatten.
Da kam die ein oder andere Liane gerade recht zum, ich verwende es irgendwie laufend im Moment, lümmeln. (:


Der restliche Tag war darauf ausgelegt, nach ein paar Gammeltagen im selben Gebiet mal wieder ein bisschen Strecke zu schaffen.
Also den nächsten kostenlosen Campingplatz ausgesucht, knappe 200 km nördlich.
Aber aus dem Fenster gucken, die frisch gewaschene Mähne wehen und die Unterhose im Fahrtwind trocknen lassen ist mit guter Musik aus den viel zu schlechten Boxen von 1992 echt wunderschön.


Ankommen, aufbauen, Baum fällen, Feuer anmachen, dabei versagen, Feuer nochmal anmachen, Rind mit akkuraten Streifen grillen, satt und zufrieden einschlafen.


Tag 13: Rappville – Byron Bay

Schon allein im Reiseführer war diese idyllische Stadt traumhaft beschrieben, ein Ort voller Backpacker, Strand, barfüßigen Menschen, Nachtleben und perfekter Atmosphäre. Selbst die, die eigentlich nur mal schnell reinschauen wollten, sollen hier letztendlich ein paar Tage bleiben – Herausforderung angenommen. (:
Irgendwie hatten wir das Schicksal immer noch im Kofferraum, weshalb wir mal wieder fast nicht glauben konnten, was uns direkt nach der Ankunft auf irgendeinem Parkplatz wiederfahren ist.
Erst trifft man die beiden deutschen Jungs aus dem Hostel irgendwo in einer Sackgasse im winzigen Mooney Mooney wieder, verbringt ein paar Tage zusammen, trennt sich wieder…
Und trifft sich natürlich um die 500 km nördlicher auf einem Parkplatz erneut.
Zusammen mit zwei weiteren Jungs, die ebenfalls im Hostel unsere Nachbarn waren. Völlig verrückt. (:


Also waren wir mal wieder dazu verdammt, ein paar nette Tage zusammen zu verbringen.
Erst mal ab an den hiesigen Strand, was wir dort wieder so getrieben haben, brauch ich wohl nicht erneut in allen Einzelheiten auszuführen. Da der Strand diesmal allerdings in der Stadt war, tummelten sich dort leider auch sagenhafte Menschenmassen.


Byron Bay ist wunderschön, fast nur junge Menschen, Surfer wohin man auch blickt, einfach eine voll entspannte Atmosphäre.
In Australien wird man generell von jedem angesprochen, irgendwie wurde den Australiern die Freundlichkeit direkt mit dem Mutter-Goon eingetrichtert.
Auch wenn ein paar der laufend verwendeten Floskeln ziemlich nervig sein können.
Wann immer man einen Laden betritt, jemanden grüßt oder auch nur anschaut, wird man gefragt, wie es einem geht. Für deutsche Höflichkeitsmuffel zeitweise echt lästig.
Nach einem „Gut, und dir?“ folgt ein, wer hätte’s schon gedacht „Gut, danke“, was die intime Konversation wieder beendet. (:
Man kommt aber einfach unglaublich schnell mit Leuten ins Gespräch, was uns auch glatt einen netten Abend mit Brad und Reece verbringen ließ.


Nur die ersten zwei von zahlreichen anderen Reisenden, die wir anschließend noch in ein paar der unzählig vielen Clubs in Byron Bay kennenlernen sollten.
So waren wir endlich mal wieder unter Menschen, waren schön feiern und haben mal wieder zu viert im Auto geschlafen, eben die einzige Möglichkeit kostenlos in der Stadt zu schlafen. (:
Wenn auch nicht gerade die bequemste…


Tag 14: Byron Bay

Jetzt sitzen wir hier, in irgendeinem Hostel, in das wir uns reingeschlichen haben, um mal wieder recht gutes Internet zu bekommen.
Und wenn man uns mal genau anschaut, haben wir uns auch schon ganz schön an das australische Leben angepasst.
Wir hängen hier fast schon übertrieben entspannt auf den Sofas rum, mittlerweile fast 17-mal so braun wie noch vor ein paar Wochen, laufen barfuß durch die Stadt und in die Läden und sehen alles irgendwie rosig und schön.
Land und Leute machen es einem aber auch nicht wirklich schwer. Wir reisen noch dazu von „echt gutem Wetter“ zu „eben noch besseren Wetter“ und von „schöner Landschaft“ zu „noch schönerer Landschaft“. Und das noch ziemlich lange. (:


Weiterziehn‘ von Strand zu Strand,
Trotz Sonnencreme Sonnenbrand,
ständig Wasser, ständig Sand,
oh' was ein famoses Land. (:





Samstag, 10. November 2012

Von unterwegs.

Und weg waren sie. (:

Der Tagesablauf sah die ersten Tage eigentlich immer recht gleich aus – und hat auch gut funktioniert.
Am Abend wird immer ein kurzer Blick in unseren wertvoller als gedachten Australienatlas geworfen und sich irgendwas, was in recht guter Entfernung liegt und irgendwie „schön sein könnte“, ausgesucht.
Aber egal, ob man hier einfach durch die Pampa fährt oder durch kleine Orte, irgendwie könnte man überall anhalten. Verglichen mit dem, was wir bereits jetzt in den ersten Tagen erlebt und gesehen haben, war Sydney ein ganz schön großer Witz. (:
Nach diversen Wegfindungsschwierigkeiten in unserem teilweise brutal warmen Auto, kommt man dann meist irgendwann am geplanten Ort an, ohne vorher überhaupt gewusst zu haben, wie es da aussieht, was es da gibt und wo man schlafen soll.
Das stellt in den meisten Fällen eigentlich kein großes Problem dar, wir müssen eben nur immer irgendeine ruhige Ecke finden, da wir eben zu viert sind und somit immer Zelte aufstellen müssen.
Somit geht täglich die neue Suche nach einem Ort los, wo uns die netten Männer mit Scheibblöcken keine saftige Rechnung ausstellen können…
Dabei sieht es eigentlich immer gleich, so vollkommen das Prinzip unseres Trips beschreibend, aus:
„Ähm, wo lang, Jungs?“
„Probieren wir’s mal mit links?“
„Hmm. Warum auch nicht.“

Abgesehen vom Sonnenuntergang und dem eigentlich stets vorhandenen Hunger treibt uns hier schließlich gar nichts an.
Wir haben Zeit, gaaanz viel Zeit.
Und ständig stellt sich das Gefühl ein, dass das, was wir in am vorherigen Tag erlebt haben, überhaupt nicht mehr getoppt werden kann, bis man am nächsten Tag noch schönere Dinge sieht.

Nachdem wir am Morgen der Abreise erstmal vollkommen erfreut feststellen durften, dass unsere Freunde aus dem Hostel in der letzten Nacht unser Auto mit Graffiti zu einem echten „Beast“ verwandelt haben, wussten wir erst nicht so recht, was wir von diesem Geschenk halten sollten. Da wir übrigens dank einem grandiosen Tipp von Fräulein Internet bekamen, dass man das einfach mit Benzin wegwaschen kann, haben wir all das Unleserliche weggemacht und erstmal nur das gelassen, was unser Auto zu einer echten Roadtrip-Karre macht.
Und den absoluten Vrooom-Sound an der Ampel noch unterstreicht.

                              
Das Einpacken sämtlicher Gegenstände in unseren ach so großen Pajero bereitete uns allerdings doch größere Probleme, als erwartet, immerhin muss das komplette Ein-Jahres-Gepäck von 4 Leuten hinein. Also haben wir erstmal den sechsten und siebten Sitz entsorgt und gestopft, wo es nur ging.


Tag 1: Sydney – Ku-Ring Gai Chase National Park

Nach einer Menge geschüttelten Händen und gedrückten Körpern, ging der ganze Spaß auch schon los, einfach wahllos einen Ort auf der Karte ausgesucht und hingefahren – wird schon schön sein. (;
Zwischendurch wurde noch ein kurzer Stop am Palm Beach, dem nördlichsten Punkt Sydneys eingelegt.
Dort gab es zwar weit und breit keine Palme am Strand, aber genial war der Blick über die riesigen Dünen schon.


Da sich die Sonne aber auch langsam mal eure Seite der Erde erleuchten wollte, mussten wir uns auch recht zügig irgendwas Ruhiges zum Schlafen suchen. Schon allein die Straßen durch die Nationalparks sind echt paradiesisch. Nur irgendwie war alles entweder viel zu bewachsen oder zu dicht an der Zivilisation.
Bis wir - schwups – auf einmal mitten ein ausgetrocknetes Flussbett fanden. Dahin mussten wir mit unserem Camping-Equipment zwar erstmal ein paar hundert Meter durch sumpfiges Gelände kraxeln, aber schließlich wollte man ja auch auf nichts verzichten.


So wurde also ein Stückchen Natur in ein Wohnparadies verwandelt. Nagut, annährend zumindest. (:


In der Nacht ist es dort so verdammt ruhig und dunkel, vollkommen gegensätzlich zu Sydney. Das einzige Licht kommt von den Sternen (und unserer romantischen LED-Kurbellampe), ständig raschelt es um Einen und man spinnt laufend herum, was für Geschöpfe hier um zu Gange sind.
Wer braucht da blöde Gruselgeschichten. (:
Nach der ersten und überraschend echt angenehmen Nacht auf unseren aufblasbaren Queensize-Matratzen, dem verzweifelten Versuch, alles gut in den Kofferraum zu bekommen und ein bisschen Ei&Speck später, kamen wir endlich mal wieder zu 'nem richtigen Strandtag.

Tag 2: Ku-Ring Gai Chase National Park – Brisbane Water Park

Erst mit dem Auto durch eine wundervolle Gegend, eine Stunde via Fuß zum vom Reiseführer als „schön“ angekündigten Strand und ein paar herausgefallenen Augen später, waren wir alle an dem traumhaftesten Strand, den wir je gesehen haben.
Wir waren die allereinzigsten dort, vor uns erfrischend kühles Wasser, hinter uns fast regenwaldartige Landschaft. Und wir mittendrin. (:


Ich weiß gar nicht, wie oft wir baden waren und uns über die nervigen Geräusche der komischen Vögel hier aufgeregt haben, aber man hat sich nach guten 2 Monaten Großstadtleben einfach so völlig zufrieden und endlich mal einsam gefühlt.


Da wir allerdings den ganzen Weg wieder zurück mussten und uns mal wieder eine abgelegene Stelle zum Schlafen suchen mussten, wurde der eigentlich gewünschte 87-Stunden-Aufenthalt leider eher abgebrochen. (:
Auf dem Weg haben wir dann auch überraschenderweise auch gleich unser erstes Känguru getroffen, diesmal vollkommen ohne Spieß und auch nicht in Plastik eingeschweißt.
Und nein, es ist kein Suchbild, nur irgendwie hat es sich, nachdem es uns entdeckt hat, im Gebüsch verkrochen… Komisch.


Der restliche Tag war eigentlich gänzlich von Schicksalsschlägen und vollkommen unrealistischen Zufällen geprägt.
Mal wieder auf der Suche nach irgendeiner Unterkunft, tippen wir blind auf eine Ausfahrt von der Autobahn und fahren über das praktische „Links-oder-Rechts-Spiel“ irgendwo ins Nirgendwo.
Und wir haben natürlich nichts Besseres zu tun, als zwei Deutsche, die das Hostel ein paar Tage vor uns verlassen haben, in irgendeiner Sackgasse in Mooney Mooney wiederzutreffen.
Sozusagen vom Schicksal auserkoren, zusammen einen Schlafplatz zu suchen, sind wir nach ewigem Suchen und verdammt holprigen Strecken wieder mal an einen so fantastischen Ort gekommen, an dem man sich denkt, dass man wohl nie wieder sowas Schönes zu sehen bekommt.
Ich hab noch nie an einem epischeren Ort Abendbrot gekocht, gegessen, getrunken und geschlafen.


Der Blick in, welches Tal auch immer es war, irgendwo zwischen Keine-Ahnung-Wo und Irgendwo-im-Nirgendwo, war echt unbeschreiblich. Da hat Zelt aufbauen, Auto in mühevoller Kleinarbeit aus- und wieder einräumen und mal wieder Nudeln mit viel zu wenig Soße essen gleich 34-mal so viel Spaß gemacht.


Tag 3: Brisbane Water Park – Wattaga National Park

Allerdings mussten wir am nächsten Morgen noch vor um 7 aufstehen, damit wir schnell alle Zelte abbauen und den ein oder anderen Tausender sparen konnten. (:
Da uns das tägliche Hin- und Herpacken allerdings ziemlich auf die Nerven geht, mussten wir uns langsam mal einen Dachträger besorgt. Weil ja wie schon das ein oder andere Mal erwähnt, in Australien alles um Einiges teurer ist, bezahlt man hier selbst als armer Backpacker mal eben 400 Dollar für das bisschen Luxus und Platz. Die letzten Tage konnten wir nicht mal richtig einkaufen, weil einfach alles zu viel Raum einnahm. (:
Da wir uns vom extrem anstrengenden Rumgammeln an Klippe und Strand echt ausgelaugt gefühlt haben, wollten wir erstmal ein wenig Ruhe haben, was uns in den nächsten National Park trieb, wenn auch erst nach mehrmaligem Verfahren.
So haben wir wenigstens mal unseren Jeep ordentlich testen können, auch wenn er jetzt reif für einen ordentlichen Regenguss wäre.


Der anschließende Mittagsschlaf wurde allerdings durch wildes im-Gebüsch-Geraschel vorzeitig beendet. Peter, unsere lieb gewonnene Waldechse, wollte sich prompt mal vorstellen. (:


Wie wir allerdings recht schnell rausgefunden haben, ist das Tier allerdings ein wenig zu langsam und zu planlos, um uns irgendwas antun zu können.
Ist irgendwie ein ganz komischer Mix aus Schlange und Krokodil und sieht von der Größe her jetzt auch nicht sooo ungefährlich aus.



Irgendwie haben wir bislang immer echt Glück gehabt mit der Schlafplatzsuche.
Immer noch zu sechst unterwegs, haben wir sogar absolut komfortabel gewohnt. Von wohl temperierter Bachdusche bis hin zum Zeltplatz unter Palmen war alles dabei. (:


 Um das Natur- und Männlichkeitsgefühl noch gänzlich abzurunden, mussten wir uns natürlich auch einer Aufgabe widmen: Feuer machen!
Nach dem ein oder anderen „Baum fällt!“ und einer Menge Sägen war dann auch das Abendessen gesichert, wobei uns immer noch wundert, dass unsere Grillkonstruktion durchweg funktionierte. (:




Peter kam auch noch das ein oder andere Mal wieder, blieb allerdings gewohnt friedlich und höflich. (;
Netter Kerl.

Tag 4: Wattagan National Park – Wyong

Auch wenn wir ja ursprünglich die Ostküste hochwollten, sind wir auch am Tag 4 noch in Sydneys Einzuggebiet rumgedümpelt. Das Liefern der Dachträger brauchte noch etwas, weshalb wir noch eine Nacht irgendwo in der Region verbringen mussten.
Also, einfach drauflosgefahren, nur mit Karte in der Hand und dem Fahrtwind im Haar in die Übermetropole Wyong gedüst, genauer gesagt in irgendeinen Wald in der Umgebung.
Diesmal mit noch größerer Vorsicht und Eile den halben Kofferraum auf einen Felsen im Gebüsch geschafft und was auch sonst, erstmal ausgeruht. (:


Jeder Schlafplatz ist irgendwie auf andere Art und Weise schön, die Landschaft hier hat so verdammt Unterschiedliches zu bieten. Somit zählt auch dieser Schlafplatz zu der Top 7 unserer 7 bisherigen Schlafplätze. (;

Tag 5: Wyong – Gosford

Tag 5 war denkbar unspektakulär, wir mussten unseren wertvollen Dachträger aus Gosford abholen.
So sind wir also nach 5 Tagen schon fast ein klein wenig voran gekommen, immerhin eine Stunde nördlich von Sydney. (;
Dachträger wurden allerdings optimal angeschraubt, unser Gruppenelektroniker hat sich auch mal unserem Radio und Zigarettenanzünder zum Laden gewidmet und irgendwas so hingerichtet, dass mittlerweile alles wieder geht, ganz ohne teuren Vollprofi.


 Dann also alle Taschen aufs Dach geschnallt und mit Unmengen an Platz den Aldi leergeräumt.
Fast wie geplant durch den urplötzlich anfangen Regen auf irgendeinen Parkplatz getrieben und aufgrund der  wettertechnischen Umstände erst Filmabend im Auto gemacht und anschließend dort zu viert geschlafen, weil es draußen durchweg gewittert hat.
Dabei haben dann auch die „Unmengen an Platz“ nicht vor einschlafenden Füßen und unglaublicher Wärme geholfen. (:
Dennoch ein Erlebnis.


Tag 6: Gosford – Newcastle – Barrington National Park

Nun also endlich sämtliche Utensilien zusammen, fiel uns urplötzlich unsere eigentlich geplante Reiseroute wieder ein, was uns dann auch endlich ein Stückchen nördlicher brachte.
Diesmal mit ordentlich Platz im Auto auf nach Newcastle, der zweitgrößten Stadt des Bundesstaats – und dennoch in keinster Weise mit Sydney vergleichbar.
Nach Wolkenkratzern, Menschenmassen und Großstadt sucht man dort vergeblich, alles war vollkommen entspannt, klein und ruhig.
Derart viele Leute gehen dort barfuß durch die Stadt, quatschen dich an und scheren sich einen Dreck um ihr Erscheinen anderen gegenüber.
So sind wir also einfach ein wenig durch die „Innenstadt“ geschlendert, nur irgendwie hatten wir doch schon nach recht kurzer Zeit das Gefühl, so ziemlich alles Wichtige gesehen zu haben – Kunstgallerie eingeschlossen.
Um den kulturellen Wert der Reise nicht völlig in den Keller sinken zu lassen… (;
In Newcastle sollte sich auch unser Tierlexikon vervollständigen, während wir „zur Abwechslung“ mal Baden gehen wollten. Zuerst waren wir irgendwie leicht verunsichert, als auf einmal 3 nette Dreiecke aus dem Wasser ragten und ein Surfer noch genau darauf zupaddelte.


 Wie sich allerdings recht bald herausstellte, waren das lediglich vollkommen überdrehte Delfine, die ständig aus dem Wasser schossen, nur um sich denkbar akrobatisch in der Luft zu verbiegen.
Nette Gratis-Show. (:
Der Schlafplatz wurde diesmal sogar gänzlich organisatorisch im Voraus geplant, um mal richtig im Regenwald zu Campen sind wir ein ganzes Stück ins Inland gedüst, über völlig verlassene Landstraßen und geniale Landschaften, hin zum Barrington National Park. Wir fanden uns also in schwindelerregenden Höhen, Regenwald und durch Flüsse versperrten Wegen wieder. (:


Unsere in den letzten Tagen mehr als lieb gewonnene Freundin Regen, hielt uns auch an diesem Abend die Treue, wollte uns die ganze Nacht nicht verlassen, frühstückte und packte sogar mit uns. (:
Also ab mit dem ganzen nassen Gelumpe, den aufgeweichten Zelten und Matratzen auf die Dachträger, die ihr Geld im Nachhinein betrachtet auch echt wert waren.


 Tag 7: Barrington National Park - Taree

Der Rückweg wurde durch die Regengüsse allerdings nicht wirklich vereinfacht.
Bäume lagen auf der Straße und Flüsse traten teilweise über die Straßen, was uns endlich zum ersten richtigen Einsatz unseres Allradantriebs brachte.


 Die 4 netten Kerle ziehen dich richtig die aufgeweichten Straßen nach oben und machen unser Biest noch ein wenig biestiger. In dem Zusammenhang sollte ich wohl aber nicht erwähnen, was das Ding auf 100 km schluckt, daran sollte man wohl auch nicht denken, sonst würde der enorme Fahrspaß am Ende noch gesenkt. (;
Nach schier endlosem Rungehumpel und –gepumpel über weiche und huckelige Nationalparkstraßen, kamen wir in Taree an, eine noch gemütlichere und entspanntere Stadt an der Küste.
Also gab’s nur eine schnelle Pizza (und dabei war es nicht mal Pizza Tuesday) und einen flinken Einkauf, um endlich zum freien Campingplatz nördlich von Taree zu kommen, natürlich wieder: im Nirgendwo. (:


 Der Nachmittag dort wurde fast gänzlich mit dem Trocknen von Zelten und Klamotten gefüllt, was uns einen laaangen Tag am Lagerfeuer brachte. (:




 Tag 8: Taree – Port Mcquarie
Gänzlich trocken, satt und zufrieden ging es also heute auf nach Port Mcquarie.
Dort sitz ich momentan in einer kleinen Kaschemme, die Einem aber wenigstens gutes Internet bietet. (:
Viel gibt’s noch gar nicht zu berichten, nur das Koala Hospital klang unbedingt anschauenswürdig.
Aber dass das sooo faule Tiere sind, konnte ja kein Mensch ahnen. Von vielleicht 15 Koalas im Krankenhaus haben 13 geschlafen, einer mit dem Kopf gewackelt und einer sich wie verrückt gekratzt.
Dennoch Tiere mit Haustierknuddelfaktor.
Der passt dann aber leider doch nicht ins Auto. (;


 Jetzt geht’s also noch durch sämtliche überdachte Highlights der Stadt, es regnet heut mal wieder. (:
Mit Blick auf das Wetterdiagramm für nächste Woche mit bis zu 35 Grad im Schatten, klettert die Laune allerdings wieder gen Himmel. Wenn sie überhaupt je tiefer war.

Die Zeit ist momentan einfach so, wie wir sie uns gewünscht hatten. Eigentlich noch viel schöner.
Ohne Zeitdruck, Pläne und irgendwelche Zwänge losfahren und irgendwann irgendwo ankommen.
Ich meld mich also wieder, wenn ich dann in Irgendwo irgendwann Internet haben sollte. (:
So lang genießen wir das Leben und lassen Haare  Ich hoffe, ihr tut es uns gleich.
Erholt eure informationsüberladenen Augen bis nächste Woche. (:

Wo wollen wir hin, wann komm'n wir an?
hier ist's schön, fahr doch mal ran,
einfach planlos durch die Welt,
nichts was uns stresst, nichts was uns hält. (:



Samstag, 3. November 2012

Und ab dafür!

Wie doch hier die Zeit verfliegt.
Da saß man förmlich gerade noch im Flugzeug und hatte keine Ahnung, was einen erwartet und schwuuupps - belädt man hier sein Auto, und hat genau das gleiche Gefühl.
Die gesamte Woche war eigentlich wieder von einer Menge Arbeit und den kläglichen und wegen Faulheit abgeblasenen Versuchen, mal langsam was vorzubereiten, geprägt.
Die Zeitumstellung, also das "Daylight Saving", machte ihrem Namen alle Ehre. Man hatte somit deutlich mehr vom Tag, was mir allerdings das Aufstehen und Unkraut jähten "mitten in der Nacht" nicht wirklich einfacher machte.
Jetzt ist all die Arbeit allerdings erstmal vorbei, kein Unkraut, kein frühes Aufstehen und keine dreckigen Teller mehr (außer den eigenen im Auto, bei denen das Abwaschen aber nicht so vorrangig ist). (:
Ich hoff, ihr könnt mich virtuell strahlen hören!
Dennoch war es echt eine tolle Zeit, voller Erfahrung, extrem vielen netten Menschen und natürlich auch ein wenig Kleingeld für die Reise. (:


Da die Zeit nun aber auch immer knapper und jeder von uns noch verplanter geworden ist, mussten wir uns echt ranhalten, dass wir noch alles zusammenbekommen, was uns zumindest im Vorhinein eingefallen ist.
Wir sehen uns jetzt schon irgendwie noch 2 Nächte auf dem hostelnahen und denkbar gemütlichen Parkplatz mit Wasserblick verbringen, weil wir die wichtigsten Dinge vergessen haben.
Nagut, vielleicht nicht ganz die wichtigsten, Panzertape, Lampenöl, Surfboard und Bier stehen schließlich schon bereit. (:
So hat es uns die letzten Tage durch die Läden geschliffen, damit wir all die anderen mehr oder weniger nützlichen Dinge noch zusammengekauft kriegen.
Schließlich haben wir längst nicht alles auf dem Sperrmüll finden können. (:
Also wurde erst das Konto und anschließend der K-Mart geplündert.


Jetzt sollte von Starterkabel zur Campingdusche, Töpfen, Volleyball und den auf den letzten Festivals und Urlauben so lieb gewonnenen Campingstühlen  alles vorhanden sein. (:
Unser Elektroniker Gerrit hat sich auch endlich mal als nützlich erwiesen und das Auto mithilfe einer neuen Batterie wieder startfähig gemacht.

Eine Sache ist uns nur beim Einkaufen irgendwie in den Sinn gekommen.
Unsere nette, alte Gaskochplatte vom Straßenrand ersetzt irgendwie nicht wirklich die (wenn auch eher weniger) komfortable Hostelküche und ohne richtige Kühlung sieht der Ernährungsplan auch leicht eingeschränkt aus.
Das spiegelt sich wohl irgendwie im Einkaufskorb wieder, ich hoffe, dass wir wenigstens jeden Dienstag eine Dominos-Filiale am Strand finden, um uns den Pizza Tuesday nicht entgehen zu lassen.
Solang bereiten uns wohl Nudeln, Reis und sämtliches in Dosen erhältliches Essen Freude. (:
Erblasst vor Neid!


So wurde nahezu das gesamte Coles-Eigenmarke-Sortiment eingepackt, um gesund und wohlgenährt über die ersten Tage zu kommen.
Anschließend sind wir also glatt nochmal am Hafen vorbeigeschneit, um uns das "beste Rumpsteak Sydneys" einzuverleiben. Und um nochmal was Ordentliches zu bekommen. Da uns allerdings leider nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, noch ein paar der anderen "besten Steaks Sydneys" zu kosten, glauben wir das einfach mal. (:
Geschmeckt hat's immerhin.


















Sydney war auf jeden Fall eine verdammt schöne Zeit, was wohl hauptsächlich am Hostel und den Leuten lag. Aber auch einfach, weil das Leben in Australien sowas von angenehm ist.
In einigen Punkten zeigen sich die Australier allerdings auch echt sonderbar. (:


1.Hier hat nahezu jeder ein Iphone, das hat einen absoluten Kultstatus. Knapp 60 Prozent der gesamten Bevölkerung besitzt so ein Ding, manche sogar mehrere.
2. In Australien herrscht Helmpflicht für sämtliche Zweiräder, vielleicht auch ein Grund, warum hier so wenig Menschen Fahrrad fahren.
3. Jeder entschuldigt sich hier für alles, man tritt wem im Bus auf die Füße und derjenige entschuldigt sich dafür, dass er dir im Weg stand. Sehr freundliche Menschen. (;
4. Im Supermarkt ist laufend fast alles im Angebot, alles ist sozusagen immer günstiger. Der Mist verleitet einen aber auch echt dazu, Sachen zu kaufen, die man nicht mal ansatzweise wollte oder brauchen kann.
5. Wenn man im Auto sitzt und somit notgedrungen den ganzen Tag Radio hört, fällt einem auf, dass die Sender nie mehr als ungefähr 12 Songs in ihrer Playlist haben. Wer schon denkt, dass die deutschen Sender ihre Lieder oft wiederholen, hier läuft fast jedes Lied einmal die Stunde.
6. Überall gibt es hier Wasser umsonst. In jedem Park gibt es freie Wasserspender, in jedem Restaurant, Bar und Club kann man sich an der Theke kostenlos Wasser nehmen, sehr, sehr praktisch.
7. In Australien sieht sogar teilweise das Unkraut so schön und tropisch aus, dass man sich kaum traut, es wegzumachen.
8. Nachnamen zählen hier überhaupt nicht, vielleicht auch, weil es im Englischen ja nur das "you" gibt, mein Boss jedenfalls hat sich nur als Jeremy vorgestellt, mein Bankberater ist der Brad und ich wurde hier auch noch nie nach meinem Nachnamen gefragt.
9. Die McDonalds-Preise sind völlig verrückt. Der normale Cheeseburger kostet hier 2,60 Dollar, während der doppelte Cheeseburger nur 2 Dollar kostet. Der Rest ist sowieso übertrieben teuer, für ein Softeis zahlt man allerdings nur 0,30 Dollar. Versteh einer die Welt...
10. In Läden gibt es oftmals Preise wie 1,99 oder 2,62 Dollar, allerdings gibt es keine 1- und 2-Cent-Münzen. Also wird ohnehin immer auf-/abgerundet, was das ganze Preissystem wieder vollkommen unlogisch macht.

Ansonsten ist das Leben hier ziemlich mit dem heimischen vergleichbar, nur ist eben alles ein wenig entspannter und verplanter. Was teilweise im Vergleich mit dem durchgeplanten Deutschland auch gar nicht so unsympathisch ist.

Gerade gab es das Abschieds-BBQ im Park, nochmal von Park, Wasser und deliziösem Essen verabschieden. (:
Bevor wir noch viel mehr Parks, Wasser und nagut, nennen wir es Essen, erleben werden.


Wohin es dann morgen geht, wann wir wo ankommen und was wir sonst so vorhaben, keine Ahnung.

Und das ist auch gut so, nachdem wir alle echt viel gearbeitet haben, beginnt jetzt einfach nur der angenehmere Teil des "Work&Traveln's".
Wie oft ich in der nächsten Zeit zum schreiben kommen werde, weiß ich überhaupt nicht.
Ich werd aber versuchen, euch bei Gelegenheit zu berichten, wo wir uns gerade so rumtreiben und euch mit Sommerbildern überschütten, damit ihr Bodenfrost, Kälte und Schnee noch mehr genießen könnt. (:

Also dann erstmal Adieu, die Freiheit ruft uns.
Und wir kommen!
Sofort. Nagut, morgen. (:

Einfach alle Sachen greifen,
in die alte Karre schleifen,
wohin, wo lang, rechts oder Mitte,
eine Portion Freiheit, bitte. (;